Osteopathie heute

Knapp 150 Jahre nach der Vision von Dr. A.T. Still in Amerika ist die Osteopathie weltweit bekannt. Länderspezifische Unterschiede ergeben sich durch die nur zum Teil gegebene Anerkennung als Berufs- und Weiterbildung und durch die große Bandbreite an osteopathischen Konzepten.

Berufsbild Osteopath

Im Ursprungsland Amerika kann die Osteopathie als Studium an einem College erlernt werden und nach dem Vollzeit - Medizinstudium erlangt man den Titel D.O. (doctor of osteopathy).

In Europa besteht diese Möglichkeit nur in Großbritannien, Finnland, Belgien, Frankreich, Island, Schweiz und Malta. 

In Österreich, wie auch in den restlichen europäischen Ländern fehlt die gesetzliche Regelung der Ausbildung und der Begriff des Osteopathen ist gesetzlich nicht geschützt.

Die Teilnahme an osteopathischen Kursen ist medizinischem Fachpersonal vorbehalten, die Abschlussprüfung in Österreich Ärzten und Physiotherapeuten. Die Osteopathie als Heilkunde darf als solche nur vom Arzt eigenständig ausgeübt werden. Osteopathisch ausgebildete Physiotherapeuten dürfen nach Überweisung eines Arztes (Delegationsverfahren) im Rahmen des Tätigkeitsbereiches ihres Berufsbildes osteopathisch arbeiten.

osteopathische Konzepte

Bereits die Abspaltung von Martin Littlejohn von Dr. Still in den Gründerjahren der Osteopathie legte den Weg zu 2 großen Richtungen, den mehr strukturell und den mehr funktionell denkenden Osteopathen. Im Laufe der Zeit hat sich durch Erfahrungswerte und durch die Integration aktueller medizinscher und osteopathischer Forschungsergebnisse eine Vielfalt an Konzepten entwickelt. Zugrunde liegen jedoch allen das philosophische Gedankengut von Dr. Still, dessen Grundprinzipien und Ziele.